Apfel-Muffins

Es ist schon eine halbe Ewigkeit her, dass ich Muffins gebacken habe. Keine Ahnung, wieso eigentlich. Denn ich esse Muffins wirklich gerne – in allen Variationen. Vermutlich ging es mir irgendwann einfach auf den Geist, dass es überall gefühlt nur noch Muffins gab. In etwa so wie heutzutage die Cake-Pops-Flut- Cake Pops kann ich übrigens nix abgewinnen.

Wie auch immer. Es begab sich also, dass ich mal wieder Muffins gebacken habe. Allerdings hauptsächlich durch einen Zufall. Wir haben nämlich unlängst unsere Abstellkammer (okay, Rumpelkammer trifft es eher) aufgeräumt. Kennt Ihr das, wenn Ihr auf einmal ein Teil in den Händen haltet, von dem man einfach nicht mehr wusste, wo genau es eigentlich sein könnte. Gut, die Vermutung, dass es irgendwo in den unendlichen Weiten der Abstellkammer sein müsste, lag nahe. Bloß wo. Und natürlich hätte man genau dieses Teil unlängst unheimlich gut gebrauchen können. Geschenkt. Noch besser finde ich es allerdings, wenn man Dinge findet, von denen man total vergessen hatte, sie überhaupt besessen zu haben.

Andersherum kann es einem übrigens auch ergehen. Ich war mir total sicher, dass ich bei meinem letzten USA-Aufenthalt neue Batman-Chucks gekauft hatte. Von denen hatte ich auch ein ziemlich konkretes Bild. Aber irgendwie habe ich sie nirgends finden können, sodass ich mit de Zeit sogar dacon überzeugt war, mich dann wohl doch gegen einen Kauf entschieden zu haben. Als wir letztes Jahr – etwa anderthalb Jahre nach der Rückkehr aus den USA – unser Gäste- in ein Kinderzimmer umgebaut haben, fand ich selbige Chucks urplötzlich: allein und verlassen in einer Schublade, wo sie eigentlich so gar nicht hingehörten. Wie sie dort gelandet sind? Keine Ahnung. Aber hey, es gibt Schlimmeres, als sich über neue Chucks zu freuen.

Aber ich schweife vom Thema ab. Eigentlich wollte ich ja von Dingen erzählen, die man findet, von denen man gar nicht mal mehr wusste, dass man sie überhaupt besitzt. So war das bei mir und meinem Muffin-Maker. Als der Göttergatte mit beim Aufräumen der Abstellkammer einen Karton mit den Worten „Wir haben einen Muffin-Maker?!“ in die Hände drückte, musste ich gar nicht überlegen. „Ja klar, den hat mir meine Mutter vor Jahren mal geschenkt.“ Weil ich ja so gerne Muffins gebacken habe. Aber irgendwie ist der Maker ganz offensichtlich nicht nur in der Kammer ganz nach hinten gepackt worden, sondern auch in meinem Gedächtnis.

IMG_4169Aber da ich ihn ja jetzt wieder gefunden hatte, habe ich mich auch dazu entschlossen, ihn auszuprobieren. Als ich ihn ausgepackt hatte, musste ich erstmal schmunzeln, weil die Mulden für die Muffins wirklich sehr klein sind. Aber dann hat mir genau das sogar ziemlich gut gefallen. Jetzt mal ehrlich: Normal große Muffins können ja schon sehr sättigend sein, aber so ein Mini-Muffin geht doch schließlich immer. Und dem schlechten Gewissen tut er auch ganz gut 🙂 Außerdem kann man sie auch super als „Deko“ für die Kaffeettafel nutzen.

IMG_4172Also habe ich mich an den Teig gemacht. Es sollten Apfel-Muffins werden (ich habe Euch ja schon verraten, dass ich Apfelkuchen sehr gerne mag), aber im Grunde handelte es sich um einen Teig, den man mit nahezu allen Früchten ergänzen kann. Ich denke, das nächste mal gibt es diese Muffins mit Blaubeeren. Ganz ohne Obst schmecken die Muffins übrigens auch sehr gut.

Man braucht (für 12 große bzw. etwa 20 Mini-Muffins):
120g Butter
90g Zucker
ein Päckchen Vanillezucker
zwei Eier
250g Mehl
ein halbes Päckchen Backpulver
120ml Milch
zwei große Äpfel
wer mag, kann auch noch eine handvoll Nüsse zum Teig dazu geben – ich nehme am liebsten Walnüsse

Die Äpfel entkernen, schälen  und in kleine Stückchen schneiden. Butter mit dem Zucker verrühren, die Eier dazu geben und alles erneut gut vermengen. Das Mehl und Backpulver zur Mischung sieben und alles gut mixen. Das Milch dazu gießen und alles zu einem cremigen Teig verrühren. Die Äpfel unterheben und einmal gut durch rühren.

Den Teig in die Muffin-Mulden geben (da ich – wenn ich den Muffin-Maker nicht nutze, Silikonformen benutze, mach ich das nicht, aber „normale“ Formen sollte man sicherheitshalber einfetten bzw. Papierförmchen verwenden) und bei 175 Grad Umluft etwa 20 bis 25 Minuten backen, bis die Muffins goldbraun sind.

Guten Appetit!

Was sind Eure Lieblingsmuffins? Teilt Eure Rezepte doch einfach in einem Kommentar.

Michaela

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