Bienvenida a Fuerteventura

Wie schon im letzten Jahr ging es für uns wieder nach Fuerteventura. Wir waren jetzt ja schon einige Mal da und es hat uns wie immer ausgesprochen gut gefallen. Sobald ich auf Fuerteventura angekommen bin, stellt sich die Erholung unmittelbar ein. Das Meer, der Strand, die Sonne – herrlich!

Wie immer waren wir auch dieses Mal wieder in Jandía. Hier kann man kilometerweit am Strand spazieren, sich die Sonne auf dem Bauch scheinen lassen, nach Morro Jable laufen oder bei Belieben auch shoppen.Weil wir zum einen aber nicht die typischen „Ich bleib 14 Tage am Stand liegen“-Menschen sind (zumal das mit einer Dreijährigen auch nur bedingt praktikabel wäre) und zum anderen gerne auch ein wenig mehr von unseren Urlaubsorten kennenlernen möchten als den Strand, den Pool usw., hatten wir auch in diesem Jahr wieder einen Wagen gemietet.

Ein Stop, der nie auf der Fuerteventura-To-Visit-Liste fehlen darf, ist Betancuria. Eigentlich gibt es hier nicht viel mehr als eine wunderschöne alte Kirche – aber irgendwie hat der Ort es mir einfach angetan. Im letzten Jahr haben wir in Betancuria auch zum ersten Mal ein paar Tapas gegessen; und diese Tradition wurde in diesem Jahr direkt fortgeführt. Zum einen weil es letztes Jahr (und auch dieses Jahr wieder) wirklich lecker war. Zum anderen weil das Restaurant einfach so einladend ist.

Zum ersten Mal sind wir dieses Jahr nach Puerto del Rosario gefahren. Nun ja, kann man machen, muss man aber nicht. Viel verpasst man nicht. Es gibt – wie der Name schon erahnen lässt – einen Hafen. Dort legen wohl auch Kreuzfahrtschifft an, allerdings nicht als wir da waren 😉 Es gibt einen kleinen, aber wirklich schönen Strand – so als Stadtstrand kann man sich da wirklich nicht beschweren.

Und Puerto del Rosario ist definitiv mal eine Stadt. Sonst findet man auf Fuerteventura ja eher kleine (mehr oder weniger süße) Örtchen. Aber hier kann man guten Gewissens von einer Stadt sprechen – ein Beweis wäre das wirklich große Einkaufszentrum. Es gibt auch eine schöne alte Kirche und der Bereich drum herum ist ganz nett gestaltet.

Fazit: Wenn man in der Nähe ist, lohnt sich Puerto del Rosario, allerdings würde ich nicht noch einmal eien Stunde extra dafür hin fahren. Gerne würde ich Euch auch hier von Fotos zeigen (wie auch von den nächsten beiden Orten, die ich gleich näher erwähne), aber irgendwie hat meine Speicherkarte hier wohl rumgesponnen. Ein Großteil der Bilder ist nämlich leider nicht mehr da 🙁 Nur dieses Bild, das ich durch ein kleines Fenster einer Haustüre gemacht habe:

Dann waren wir auch noch kurz in Tarajalejo. Aber wirklich nur kurz, um für das Töchterchen schwarzen Sand einzusammeln. Sie wollte sich nämlich gerne für zu Hause mitnehmen. Und da es neben weißen feinen Sand auch schwarzen Sand auf Fueteventura gibt, sollten es beide Sorten sein. Weil wir aber wirklich nur zum „Sand sammeln“ hier hin gefahren sind, kann ich zum Ort so gar nix sagen.

Es gab auch noch eine weitere Premiere: Der Besuch der Lagune in der Playa Sotavento. Hier tummeln sich viele (Kite-)Surfer. Deren Treiben zu beobachten alleine lohnt sich schon. Aber der Strand selbst lädt auch zu langen Spaziergängen ein.

Ich muss einmal mehr sagen, dass mir Fuerteventura besonders deswegen so gut gefällt, weil sie so abwechslungsreich ist. Einmal langer weiter feiner Sandstrand, dann eine Landschaft wie auf dem Mond oder dem Mars, Klippen, Bereiche, die mich an die Prärie aus alten Westernfilmen erinnert und jede Menge Tiere.

Nach unserem letzten Urlaub hatte ich ja schon ein wenig von den Tieren auf Fuerteventura berichtet. Auch dieses Mal haben wir natürlich wiede die Esel, Papageien und Streifenhörnchen gefüttert. Während ich im Vorjahr noch von einer Giraffe geknutzscht wurde, hatte ich dieses Mal Papageien auf dem Arm. Und ich habe zum ersten Mal erlebt, dass die Streifenhörnchen Laute von sich geben. Bisher hatte ich sie nur als kleine süße Tiere gekannt, die sich gerne einmal eine Nuss abholen. Aber als bei einer Fütterung eine kleine Eselherde durch das Wohngebit der Hörnchen wanderte, gaben die Aufpasser (ähnlich wie bei den Erdmännchen stehen alle paar Meter oben auf Büschen Aufpasser) auf einmal piepsende Laute von sich und kein Streifenhörnchen ließ sich mehr sehen, um sich ein Nüsschen abzuholen. Tja, man lernt eben nie aus.

Gut gegessen haben wir natürlich auch – unter anderem eine wirklich nette Paella mit einem Ausblick, den nur sehr, sehr wenige Orte toppen können.

Ich bin mir sicher, dass dies nicht mein letzter Besuch auf Fuerteventura war. Dafür hat es einen viel zu großen Platz in meinem  Herzen eingenommen.

Michaela