„Bonanza“, Mallorca

Bonanza? Mallorca?!?! Was soll denn eine uralte amerikanische Westernserie* mit Mallorca zu tun haben? Ehrlich gesagt nicht so viel – nur das Eine: Bonanza ist ein tolles italienisches Restaurant im kleinen Örtchen Canyamel. Das Essen ist sehr, sehr lecker, der Service total nett, freundlich und schnell und das Ambiente überzeugt auch.

img_20161006_181520Aber der Reihe nach: Es begab sich am Flughafen vor unserem Kurztrip nach Mallorca, als ein älterer Herr uns ansprach. Das passiert dem Göttergatten und mir regelmäßig. Ich kenne das auch noch sehr gut vom alleine Verreisen. Insbesondere bei Langstreckenflügen fühlten sich die diversen Geschäftsmänner neben mir geradezu verpflichtet, mir ein Kotelett an die Backe zu labern. Dabei haben sie die Kopfhörer in meinen Ohren und das Buch in meiner Hand leider auch nicht gestört. Wie auch immer: Der Göttergatte und ich werden also gerne von anderen Leuten angesprochen. Das finde ich prinzipiell auch nicht schlimm, wenn die Leute denn zumindest irgendwann auch mitbekommen, wenn man kein Interesse mehr hat. Wobei ich mich über so was eigentlich nicht wirklich beschweren darf, weil das Töchterchen selbst der Typ ist, der strahlen auf andere Leute zugeht – gene auch x-mal. Zum Glück sind die meisten Leute da sehr nett und zugänglich. Und zu den anderen muss man nix sagen, wenn sie eine freundliche Fast-Dreijährige ignorieren …

Zurück zum Flughafen: Als wir dem Herrn also gesagt hatten, dass wir in Canyamel urlauben, war er direkt Feuer und Flamme. Das wäre ja ein schöner Ort. Da hätten er und seine Frau (bis zu diesem Zeitpunkt still) schon einige schöne Urlaube gemacht. Und wir müssten da unbedingt in das Restaurant „Bonanza“ gehen . Da könne man toll essen. In diesem Moment schaltete sich auch seine Frau ein, die uns Pizzen, Nudelgerichte und Datteln im Speckmantel empfahl.

unbenannt-1Irgendwann hatten wir den Flug hinter uns gebracht, unseren Koffer eingesammelt (während des Wartens hat Melissa sich die Zeit mit dem Pärchen vertrieben, inklusive M&Ms, die sie geschenkt bekam), waren mit dem Mietwagen nach Canyamel in unsere schöne Wohnung gefahren und waren bereit, das Örtchen zu erkunden.

Eine Straße von unserer Wohnung entfernt kamen wir direkt an einem Spielplatz vorbei. Eltern und Kind waren erleichtert. Eine Straße weiter war ein Restaurant. Und dreimal dürft Ihr raten, wie das hieß! Richtig, Bonanza. Kennt Ihr das, wenn man sich fühlt, als habe man die Hauptrolle in der „Truman Show„? Wir mussten herzlich lachen und unsere Entscheidung, dort abends essen zu gehen, war gefallen. Auch wenn das Lokal von außen jetzt gar nicht sooo dolle aussah (es hatte noch geschlossen). Aber da das Paar auch nicht gerade den Eindruck vermittelte, dass sie bei jedem Tütenfraß „Hurra“ schreien, wollten wir es auf einen Versuch ankommen lassen.

img_20161005_183009Und wir sind froh, dass wir das getan haben: Als das Restaurant dann nämlich geöffnet hatte, wirkte es direkt anders. Insbesondere, als es dunkel wurde, zeigte sich der Charme des Ambientes. Wie oben bereits erwähnt, waren die Leute auch extrem herzlich und zuvorkommend. Da es für uns nicht bei dem einen Essen im „Bonanza“ blieb, können wir – auch aus eigener Erfahrung – sagen, dass hier viele Stammgäste hinkommen. Jedes Gericht hat sehr lecker geschmeckt. Die Preise waren vollkommen in Ordnung, die Portion riesig (auch beim Sambuca ;)). Kurz: Wenn wir nach Canyamel zurückkehren, werden wir hier definitiv wieder einkehren.

Michaela

*An dieser Stelle darf/muss/will ich gestehen, dass ich als Kind ein großer Fan der Ponderosa-Truppe war. Das mag auch daran gelegen haben, dass ich als Kind total auf Pferde stand. Das hat das Töchterchen übrigens geerbt: Ihr neuer Lieblingssatz ist nämlich: „Melissa möchte ein Pferd haben.“

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