Currygeschnetzeltes mit Couscous

Neulich haben das Töchterchen und ich Familie in Lüdenscheid besucht. Und da hatten wir das Glück, dass wir zu Mittag die Reste vom Abendessen des Vortags verspeisen durften: Ich nenne es jetzt einfach mal Currygeschnetzeltes mit Couscous. Das war so lecker, dass ich den Herrn des Hauses direkt nach dem Rezept fragen musste. Immerhin stehe ich einfach auf Geschnetzeltes.

IMG_6369Die Antwort des Hausherrn: „Es gibt kein richtiges Rezept. Und eine wirkliche Kochkunst ist es auch nicht gewesen.“ Wer kennt das nicht? Man kocht irgendwas schon immer so – aber eben eher frei Schnauze als nach Rezept – oder improvisiert. Genau das tu ich ständig. Wenn ich ein Rezept aus einer Zeitschrift, einem Blog o.ä. nachkoche, dann meistens nicht 1:1. Vielmehr gefällt mir die Grundidee. Dann mag ich die eine oder die andere Zutat nicht, schmeiße sie raus oder ersetze sie. Mir fällt ein, was noch dazu passen könnte. Und würzen tu ich eh nach Geschmack. So entwickelt sich dann meistens ein eigenes Gericht, das oft nicht mehr viel mit dem Grundrezept gemeinsam hat. Oder aber zumindest abgwandelt ist.

Wie auch immer. Im Grunde wollte ich ja ohnehin nur so ein paar Eckdaten zum Rezept, weil ich es dann eh so kochen würde, wie ich es nun mal koche. Nachdem ich genau diese Eckdaten hatte, habe ich mich also an einen Versuch gemacht. Und das Ergebnis war sehr überzeugen

Man braucht:
400g Hähnchenbrust
300g Couscous
eine Zwiebel
zwei handvoll TK-Asiagemüse (auf- bzw. zumindest angetaut – wer will, kann natürlich auch frisches Gemüse nehmen; beispielsweise Möhren, Brokkoli, Pilze, Sprossen oder Bohnen)
Salz, Pfeffer und ggf. eine Asia-Gewürzmischung
Currypulver
eine Knoblauchzehe
ein Stück Ingwer
ca. 100ml Wasser
ca 100ml Kondensmilch
etwas Öl
Instant-Gemüsebrühe

optional: eine Chilischote

Die Hähnchenbrust waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebel schälen und in sehr feine Würfel schneiden. Knoblauch und Ingwer schälen. Den Knoblauch mit einem Messer leicht andrücken. Wer es ewas schärfer mag: Eine Chilischote halbieren und von den Kernen befreien. Wer sich für frisches Gemüse entscheidet, wäscht dieses oder schält es und schneidet es dann in mundgerechte Stücke.

Den Couscous nach Packungsanweisung zubereiten – statt Salz habe ich Instant-Gemüsebrühe für die Zubereitung genutzt. In der Regel nehme ich immer ein wenig mehr als angegeben, weil der Couscous ja nun nicht so viel Eigengeschmack hat.

IMG_6368Öl in einer Pfanne erwärmen und zwei Esslöffel Currypulver darin andünsten. Das Fleisch mit dem Knoblauch und Ingwer (ggf. auch mit der Chilischote) dazu geben und braten, bis das Fleisch fast fertig ist. Dann das Fleisch aus der Pfanne nehmen und im Bratfett die Zwiebeln anbraten, bis sie glasig sind. Das Gemüse dazu geben und kräftig mit Salz und Pfeffer (und ggf. einer Asia-Gewürzmischung) würzen. Alles so lange mit geschlossenem Deckel bei mittlerer Hitze dünsten, bis das Gemüse noch Biss hat. Knoblauch, Ingwer und Chilischote entfernen und das Gemüse mit dem Wasser und der Kondensmilch ablöschen. Bei mittlerer Hitze weiterhin vor sich hin köcheln lassen. Falls es zu wenig Flüssigkeit ist, einfach mehr Wasser und/oder Kondensmilch dazu geben (falls es zu viel Flüssigkeit ist, mit Speisestärke binden). Das Fleisch wieder in die Pfanne geben und abschmecken.

Couscous auf Tellern anrichten, das Currygeschnetzelte darauf verteilen und schon heißt es: guten Appetit.

Es hat sehr gut geschmeckt. Ich persönlich wäre übrigens nie auf die Idee gekommen, hierzu Couscous zu essen. Vermutlich hätte es bei uns Reis gegeben. Ich hatte zwar schon mal warmen Couscous in einem orientalischen Restaurant gegessen (lecker!), aber ich mache meist Salat aus Couscous. Aber nachdem das Ergebnis so schmackhaft ist, wird Couscous sicherlich auch mal fernab von Salaten bei uns auf den Tisch kommen.

IMG_6367Habt Ihr Couscous-Rezeptvorschläge? Dann hinterlasst mir gerne einen Kommentar.

Michaela