Einmal über die Insel und zurück (2013)

Wie schon in „Das erste Mal … auf Mallorca“ erwähnt, hatten wir für ein paar Tage einen Wagen gemietet, also hieß es: einmal über die Insel und zurück. Wobei ich auch sagen muss, dass man viele Strecken auf Mallorca gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen kann. Gut, ich würde die Busse zum Beispiel nicht als allzu pünktlich bezeichnen wollen, aber immerhin als relativ zuverlässig.

Mittels Bus sind wir auch nach Cala D’Or gekommen, wo wir unseren Mietwagen von Europcar abholen bzw. wegbringen mussten. Cala D’Or selbst finde ich jetzt nicht wirklich toll – extrem touristisch. Aber wo wir schon mal da waren, wollten wir uns zumindest auch ein wenig umsehen. Es gibt ein Restaurant neben dem anderen, unterbrochen nur von unendlich vielen Souvenirläden. Wir waren zugegeben nur an einem Strand (Cala Gran), aber der war wirklich sehr übersichtlich. Viele Möglichkeiten ohne auf kostenpflichtigen Liegestühlen liegen zu können, gab es dort nicht. Und wenn, dann hinter allen Liegen, ganz am Ende vom Strand.

Historische Stadtmauer von Alcúdia

Besonders gut gefallen hat mir die Innenstadt von Alcúdia. Auf der engen historischen Stadtmauer zu schlendern, hat mich aufgrund meiner Höhenangst zwar einige Überwindung gekostet, aber sehenswert ist sie allemal. Der Strand ist auch recht schön: vor allem sehr weitläufig.

Strand in Alcúdia

Vom Strand in Formentor hört man viel Gutes. Der ist jetzt nicht schlecht, die Aussicht sehr schön, aber so dolle finde ich ihn nicht. Wieso man busweise Touristen hier her fährt, will sich mir nicht wirklich erschließen. Und wenn man mit einem eigenen Auto anreist, kostet einen der Spaß – wenn man auf dem offiziellen Parkplatz parkt – schlappe acht Euro. Gut, dass wir einfach wie so viele andere am Straßenrand geparkt hatten. Da sollte man nur aufpassen, wo man parkt, weil es da einige Gräben gibt.

Strand in Formentor

Cap de Formentor ist dagegen auf jeden Fall einen Besuch wert. Man hat einfach eine fantastische Aussicht. Dementsprechend ist es hier auch gerappelt voll mit Touristen – was die ohnehin schon schwierige Anfahrt (vieeele Kurven, seeeehr enge Straßen, es geht hoch und runter) nicht unbedingt erleichtert. Besonders aufregend wird es dann, wenn man einen Parkplatz sucht.

Cap de Formentor

Aussicht vom Cap de Formentor

Besonders beeindruckt war ich aber vom Puig de Sant Salvador – vielen Dank für den Tipp, Susanne. Das ist ein Berg bei Felanitx, auf dem ein Kloster (Santuario de San Salvador) beheimatet ist. Zwar ist der Berg selbst nur 510 Meter hoch, aber da rundherum alles flach ist, hat man hier wirklich eine tolle Aussicht. Hier verirren sich auch nicht so wahnsinnig viele Touristen hin.

Puig de Sant Salvador

Santuario de San Salvador

Santanyí ist ein süßer kleiner Ort, an dem es mittwochs und samstags einen Markt gibt. Im Gegensatz zu vielen anderen Märkten in südlichen Ländern (wie zum Beispiel auf dem Wochenmarkt in Luino) sind die einzelnen Stände ein wenig verteilt. Das liegt aber auch daran, dass es nicht einen großen Marktplatz gibt, sondern viele kleine – teils sehr schöne – Gassen. Natürlich kann man hier auch jede Menge Lebensmittel kaufen, aber hauptsächlich werden hier Taschen, Tücher, Schmuck usw. angeboten – sodass sich hier viele Touristen hin verirren. Da wären wir schon bei unserem Stichwort: Verirrt haben wir uns nämlich auch auf der Suche nach unserem Auto. Irgendwann haben wir es dann glücklicherweise doch noch gefunden. Natürlich in der entgegen gesetzten Richtung.

Santanyí

Beim nächsten Besuch auf Mallorca möchte ich auf jeden Fall noch in die Berge – das war dieses Mal leider zeitlich nicht mehr drin.

Michaela

P.S.: Was sind Eure Tipps für Mallorca?

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