Erster Familienurlaub … in Holland (2014)

Wir waren zum ersten Mal mit unserer kleinen Familie im Urlaub. In Holland am Meer. Schließlich sollten die ersten gemeinsamen Ferien vor allem eins gewährleisten: Ruhe, Erholung und Entspannung – so weit das zumindest mit einem fast sechsmonatigen Baby denn möglich ist. Also musste ein Ort her, den mal relativ schnell erreicht. Meer und Strand stehen schon immer für mich für Erholung, insofern war auch klar, dass dieser Ort am Meer liegen musste. Da mussten wir nicht wirklich zweimal überlegen: Oostkapelle in Zeeland. Schließlich waren wir da schon viele Male vorher gewesen.

IMG_20140609_195543Ursprünglich hatten wir geplant, beim Dennenbos ein kleines Chalet zu mieten. Hätte, hätte, Fahrradkette (ich finde diesen Spruch echt doof – keine Ahnung, wieso ich das jetzt hier schreibe …). Für die von uns vorgesehen Wochen gab es keins mehr. Alternativ bot man uns einen Pipo-Wagen an. Wenn ich nicht vorher davon gehört gehabt hätte, dann hätte ich mal so gar keine Ahnung gehabt, was sich dahinter versteckt. Da wir aber wie bereits erwähnt schon öfter in Oostkapelle waren, hatte ich imerhin eine vage Vorstellung: ein umgebauter Zirkuswagen. Auch wenn wir uns selbigen sehr klein vorgestellt haben, schlugen wir zu. Wieviel Platz sollte man schließlich mit zwei Erwachsenen und einem Baby im Urlaub schon groß brauchen? Spätestens nach dem Packen der Sachen war diese Frage beantwortet: VIEL. Um genau zu sein: Zwei Erwachsene = (großzügig geschätzt) 30 Prozent des Wageninhalts + ein kleines Baby (zurückhaltend geschätzt) 70 Prozent.

IMG_20140605_155312Wie auch immer, der Zirkuswagen war wirklich toll. Ganz nach dem Motto „Klein aber oho!“ Sehr schick eingerichtet (recht stylische Möbel, eine Spülmaschine sowie ein echt schickes und überraschend geräumiges Bad – Dinge, die ein Chalet tatsächlich nicht aufzuweisen hat) und im Grunde alles vorhanden, was man so braucht. Klar, der Wohn- und Essbereich war übersichtlich, aber hey: Für zwei Wochen würde das schon gehen, zumal man in Holland am Meer ja ohnehin nicht vor hat, viel Zeit drinnen zu verbringen.

Unser kleiner Zirkuswagen

Witzig war das „Schlafzimmer“; Hierbei handelte es sich nämlich um eine Art Koje, in die man einsteigen musste – für wirklich große Menschen sicherlich ein kleines bis mittleres Problem. Das Kinderbett war ein Etagenbett über dem Doppelbett. Gut, fällt bei einem kleinen Baby natürlich raus. Darauf waren wir dank unseres Reisebettchen vorbereitet. Tja, da wäre sie wieder die Fahrradkette. Denn wo genau sollte eigentlich eben jenes Bettchen stehen? Vor dem Doppelbett? Ging nicht, weil man dann nicht mehr in’s Badezimmer gekommen wäre. Im Wohn- und Essbereich? Eher unpraktisch, weil wir jetzt nicht unbedingt geplant hatten, zwischen 19 und 20 Uhr schlafen zu gehen. Ende vom Lied: Melissa schlief also zwischen uns. Und sie war happy. Es ist übrigens durchaus spannend, abends am Baby vorbei in’s Bett zu klettern – ohne das friedlich schlafende Kind aufzuwecken. Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister und hinterher hatte ich das richtig gut drauf.

das "Schlafzimmer"

Einen großen Nachteil hatte der Zirkuswagen übrigens: Es gab keinen Kleiderschrank. Unter dem Doppelbett befand sich eine große Schublade, in der genau Melissas Sachen Platz fanden. Da war es fast schon ein glücklicher Zufall, dass sie nicht im für sie vorgesehenen Bett schlafen konnte. Dieses haben wir nämlich einfach zu einer modernen Interpretation eines „begehbaren Kleiderschranks“ umfunktioniert. Oma wusste schon: „Dumm darfste sein, Du musst Dir nur zu helfen wissen.“ (Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass ich für diesen Beitrag sehr viel Geld in’s Phrasenschwein werfen müsste …)

 Wohn- und Essbereich

die kleine aber feine Küche

Zum Glück meinte es Petrus mit uns wirklich gut: Es gab einen komplett verregneten Tag (da waren wir unterwegs, wie Ihr im nächsten Beitrag lesen könnt), zwei halbe Tage. Das ließ sich aushalten. Wie es sonst in unserem kleinen Zirkuswagen ausgesehen hätte, will ich mir gar nicht vorstellen. Die Zeit in Holland war – wir immer – wunderschön, allerdings muss ich schon zugeben, dass mir die Enge nach zwei Wochen wirklich auf den Geists gegangen ist.

Fazit: Falls noch mal Zirkuswagen, dann nur, wenn wieder kein Chalet zu haben ist, und dann auch nur für eine Woche!

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Michaela

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