Hack im Wirsingmantel

Momentan habe ich mal wieder so eine Phase, wo ich gerne und oft neue Rezepte ausprobiere. Generell nehme ich mir das häufig vor, aber irgendwie fällt die Antwort auf die Frage „Was könnten wir denn mal essen?“ oft alt bekannt aus. Da ich mir aber ja unter anderem vorgenommen hatte, 2015 auf meinem Blog aktiver unterwegs zu sein (mehr lest Ihr dazu bei „Von guten Vorsätzen“)*, bietet es sich ja regelrecht an, neue Rezepte auszuprobieren, um sie dann hier vorzustellen.

Der Göttergatte wird natürlich in die Suche nach neuen Rezepten einbezogen. In erster Linie vor allem, damit ich mir hinterher nicht das Gejammere anhören darf. Wobei das „Einbeziehen“ in der Regel wie folgt aussieht: Ich suche Rezepte raus, schlage vor und … entscheide meistens am Ende selbst, was ich ausprobieren möchte, weil ich keine klare Stellungnahme vom Göttergatten bekomme. Nun, dieses Mal war es etwas anders. Denn der werte Herr sah auf meiner „To cook“-Liste folgendes Gericht: Hack im Wirsingmantel. Und wollte das essen.

Da sein Wunsch mir natürlich Befehl ist *hust*, habe ich mich also ans Kochen begeben.

Man braucht:
500g Wirsing
zwei Möhren
eine Stange Lauch
eine Zwiebel
eine Knoblauchzehe
100g Speck
500g gemischtes Hackfleisch
zwei Eier
100g Creme fraiche
Zesten und Saft einer Zitrone
Salz, Pfeffer, Chilipulver, Muskat
jeweils etwa drei Teelöffel frische, gehackte Kräuter (ich habe Thymian, Basilikum und Oregano genommen – getrocknete Kräuter gehen natürlich auch)
etwas Öl

Die einzelnen Wirsingblätter kurz in kochendem Salzwasser blanchieren und in ein Sieb legen, damit sie abtropfen können.

Die Zwiebel schälen und in feien Stücke schneiden. Die Knoblauchzehe schälen und  dann mit einem Messer andrücken.  Möhren schälen, vierteln und in feine Stücke schneiden. Den Lauch halbieren und in feine Scheiben schneiden. Anschließend gründlich waschen.

Die Zwiebeln und den Knoblauch in etwas Öl (ich habe Gewürzöl, Überbleibsel vom eingelegten Ziegenkäse genommen) andünsten. Hack dazu geben und krümmelig braten. Möhren und Lauch dazu geben und alles gut fünf Minuten weiter dünsten. In etwa so lange, dass die Möhren noch etwas Biss haben. Mit Salz, Pfeffer, Chilipulver und den Gewürzen abschmecken. Die beiden Eier verquirlen und gut mit dem Hack und dem Gemüse vermengen.

IMG_5947So viele Wirsingblätter in eine Auflaufform legen, bis der Boden mehr oder wenig bedeckt ist. Die Hälfte des Specks darauf verteilen, dann etwas von der Hack-Gemüse-Mischung dazu geben. Anschließend wieder Wirsingblätter darauf verteilen und so immer weiter abwechselnd schichten. Ich habe lieber eine große und eine kleine Auflaufform genommen – das hat von der Menge her gut hingehauen. Ich hatte dann in jeder Form drei Lagen Wirsing bzw. Hack-Gemüse. Bei den unteren war auch immer noch etwas Speck dabei – da ich im Vorfeld nicht wusste, wie viele Schichten es geben würde, war die Verteilung etwas ungerecht. Beim nächsten Mal weiß ich ja jetzt Bescheid und werde den Speck dementsprechend auf alle Schichten aufteilen.

Creme fraiche mit Salz, Pfeffer, Muskat, Zitronsensaft und -zesten abschmecken. Die Menge oben auf den Auflauf verteilen und so gleichmäßig, wie es denn irgend geht, verteilen. Alufolie drüber und für etwa halbe Stunde bei 200°C (Umluft) in den Ofen schieben.

Guten Appetit!

Michaela

Quelle: Das Ursprungsrezept habe ich aus „Die Erfolgsdiät: Low Carb mediterran“. Allerdings habe ich es wie eigentlich immer ein wenig unserem Geschmack angepasst. Übrigens steht das Rezept unter der Rubrik „Frankreich“ – für mich klang es eigentlich eher deutsch, aber ich will den Franzosen hier jetzt auch kein Unrecht tun.

* und allen, die sich fragen, ob ich die anderen beiden guten Vorsätze bereits über Bord geworfen habe, kann ich sagen: nö. Ich mache brav Sport und lese auch – wobei das durchaus noch ausbaufähig ist … Aber 2015 ist ja noch lang.

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