Instant-Gemüsebrühe (-paste)

In der Regel koche ich ohne Tütchen. Es gibt allerdings eine große Ausnahme: Ich verwende gerne und oft Instant-Gemüsebrühe. Sei es für One-Pot-Pasta, statt Salz im Nudelwasser oder zum Würzen von Suppen oder Soßen – dieser kleiner Helfer ist bei mir oft am Start. Ja, ich weiß, dass Fertigprodukte nicht toll und voller Zusatzstoffe sind. Und genau deswegen habe ich mich auch dran gemacht, Instant-Gemüsebrühe selbst zu machen. Da weiß man nämlich, was drin ist und was nicht; eben Zusatzstoffe.

Um ehrlich zu sein, ist dies schon mein zweiter Versuch gewesen, Instant-Gemüsebrühe selbst herzustellen. Der erste ist mehr als kläglich gescheitert. Deswegen war ich auch ziemlich skeptisch, auch wenn sich diese Zubereitungsart deutlich von der letzten unterscheidet. Aber bei Natalie aus dem Holunderweg 18 sah das Ergebnis so gut aus, dass ich mich einfach versucht habe. Und es hat geklappt! Ich habe jetzt einen Riesenvorrat an selbst gemachter Instant-Gemüsebrühe zu Hause. Ganz ohne Zusatzstoffe.

Zwar handelt es sich hierbei mehr um eine Paste als das bekannte Pulver aus dem Glas, aber in der Anwendung gibt es keinen Unterschied.

Man braucht nicht viele Zutaten und die Zubereitung ist wirklich kinderleicht und ziemlich schnell. Einfach das Gemüse schälen, grob zerkleinern, von einem kleinen Küchenhelfer schreddern lassen und schon ist man fast fertig.

Man braucht:
500g Möhren
zwei große Stangen Lauch
vier Zwiebeln
frische Kräuter (in meinem Fall Petersilie, Rosmarin und Basilikum)
einen Knollensellerie
Salz (die Menge hängt vom Gewicht des Gemüses ab)

optional:
Abrieb einer Zitrone
Knoblauchzehe
Ingwer

Im Grunde könnt Ihr von den Zutaten nehmen, so viel Ihr wollt – hier müsst Ihr nicht auf das „richtige“ Verhältnis achten. Dies gilt aber sehr wohl beim Salz. Die Faustregel lautet: pro 100g Gemüse (geschält) nehmt Ihr 20g Salz. Bei 500g Gemüse dementsprechend 100g Salz.

Die Kräuter wascht Ihr, schüttelt sie gut trocken und zerschneidet sie sehr grob. Möhren, Sellerie, Zwiebeln (ggf. auch Knoblauch und Ingwer) schälen und grob zerkleinern. Den Lauch waschen und in große Ringe schneiden. Jetzt geht es an das fein mahlen des Gemüses. Ich habe alles nach und nach in meine Küchenmaschine geworfen und mit einem Knopfdruck war alles sehr fein gehackt. Ihr könnt aber natürlich auch einen Pürierstab oder Multizerkleinerer nehmen, dann würde ich das Gemüse vorher allerdings schon feiner zerkleinern.

Das zerkleinerte Gemüse wird in eine große Schale gegeben und gewogen (denkt dran, das Gewicht der Schüssel abzuziehen). Jetzt errechnet Ihr (siehe oben), wieviel Salz Ihr zum Gemüse packen müsst. Das gebt Ihr dazu und dann wird alles ordentlich verrührt.

Anschließend füllt Ihr die Gemüsepaste in ausgekochte Gläser. Die Gemüsepaste könnt Ihr übrigens richtig fest in die Gläser pressen, so passt nämlich richtig viel ein. Die Deckel fest auf die Gläser schrauben und dann an einem dunklen Ort oder im Kühlschrank aufbewahren. Geöffnete Gläser unbedingt im Kühlschrank aufbewahren. Natalie verspricht, dass es sich dort ewig hält … Ich werde es testen 🙂 Aber richtige Sorgen mache ich mir da nicht, weil das Salz das Gemüse haltbar machen sollte.

Michaela