Jambalaya

Reis, Reis, Baby! Vor Jahren habe ich mal in einem Restaurant „Jambalaya“ gegessen. Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, was das ist – drunter stand Reispfanne. Die Zutaten klangen auch gut. Also habe ich mein Glück versucht und es hat mir gut geschmeckt. Irgendwann habe ich dann irgendwo anders gelesen oder gehört, dass es sich hierbei um ein Gericht aus der Cajun-Küche handelt. Ob die Variante im Restaurant tatsächlich nach einem kreolischen Rezept entstanden ist, kann ich nicht beurteilen. So oder so wollte ich es jetzt zu Hause einmal nachkochen und habe mir dafür mein ganz eigenes Rezept überlegt. Nee, ich habe vorher weder ein Kochbuch über die kreolische Küche gekauft, noch mich über typische Zutaten/Gewürze informiert. Ich habe die leckere Reispfanne einfach frei Schnauze gekocht.

Und wie so oft bei meinen Gerichten kann ich auch hier wieder sagen: Es wird bei mir nicht DAS eine Rezept für Jambalaya geben. Alleine schon deshalb, weil man auch hier wieder wunderbar mit dem Gemüse je nach Geschmack oder dem, was man zu Hause noch übrig hat, variieren kann. Und auch wer auf Fleisch oder Fisch nicht verzichten kann, der kann beispielsweise getrost Hühnchen oder Scampi dazu essen. Schmeckt super. Und wie ich dem oben verlinkten Wikipedia-Artikel entnommen habe, passt beides sogar in die Cajun-Küche – wusste ich vorher nicht, erschien mir aber einfach passend 🙂

img_7277Im aktuellen Fall sahen die Zutaten so aus.

Man braucht:
eine Zwiebel
eine Knoblauchzehe
ein Stück Ingwer
drei Paprika
450 TK-Bohnenmix (oder aufgeteilt in Erbsen und Brechbohnen) – aufgetaut
250g Pilze
500ml passierte Tomaten
500ml Gemüsebrühe
300g Reis
Salz, (Cayenne-)Pfeffer, Chili
etwas Öl

img_7268Zwiebel schälen und in feine Stücke schneiden. Paprika und Pilze in mundgerechte Stücke schneiden. Knoblauch und Ingwer schälen und die Knoblauchzehe mit einem Messer andrücken.

Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer kurz andünsten. Paprika und Pilze dazu geben und so lange scharf anbraten, bis die Pilze etwas Farbe bekommen haben. Knoblauch und Ingwer rausfischen und das Gemüse mit der Brühe und dem Tomatenmark ablöschen. Bohnenmix sowie Reis in den Topf geben, alles gut verrühren und bei mittlerer Hitze vor sich hin köcheln lassen – bis der Reis fertig ist (etwa 20 Minuten). Zwischendurch immer mal wieder umrühren.

img_7273inal abschmecken. Ich habe lediglich Salz, Cayennepfeffer und Chilipulver genommen – bei uns war eine leichte Schärfe zu schmecken. Ganz wie sie in der kreolischen Küche gerne genutzt wird (inzwischen habe ich mich ein wenig informiert ;)). Aber wie immer kommt es hier natürlich auf den eigenen Geschmack an.

Tipp zum Variieren: Denkbar wären zum Beispiel auch noch Lauch, Mais oder Tomaten (dann würde ich aber weniger passierte Tomaten nehmen).

Wer es richtig scharf mag, kann auch entkerte und klein geschittene Chilischoten mitkochen (oder halbe entkernte Schoten mit dem Knoblauch anbraten und hinterher rausfischen). Offensichtlich wird in der kreolischen Küche auch gerne Chilisoße genommen – probier ich vielleicht beim nächsten Mal aus.

img_7276Wer Fleisch oder Fisch dazu geben will: Hühnchen in mundgerechte Stücke schneiden und in etwas Öl gemeinsam mit dem Knoblauch und dem Ingwer anbraten . Kurz bevor es fertig ist rausnehmen (für Scampi gilt dasselbe) und unmittelbar vor dem Servieren wieder zurück in den Topf geben. Einmal durchmischen und dann heißt es: guten Appetit!

Michaela