Kartoffelgratin

So, da das Wetter in den letzten Tagen ja eher an Herbst als Sommer erinnert, habe ich heute mal ein Rezept für Euch, das tatsächlich ziemlich gut zu kalten, grauen, regnerischen Tagen passt, weil es so herrlich schön von innen wärmt: Kartoffelgratin.

Ich mag Kartoffelgratins. Allerdings koche ich selbst eigentlich selten ein reines Kartoffelgratin als Beilage (dann doch eher einen Kartoffel-Kohlrabi-, Kartofel-Lachs-, Kartoffel-Lauch- oder Kartoffel-Feta-Auflauf). Letztens hat mir aber eine Kollegin erzählte, dass sie ein Kartoffelgratin zubereitet hat, das total lecker war. Und da habe ich mir gedacht: Den koche ich auch mal nach. Manchmal wäre ein reines Kartoffelgratin nämlich tatsächlich passender als eines mit Gemüse zum Beispiel.

IMG_6142Vom Prinzip ist mir natürlich klar, wie man ein Kartoffelgratin zubereitet. Aber diese Variante ist ein wenig anders – genau deswegen wollte ich sie ausprobieren.

Als bei uns – passend zum Wetter – Leberkäse samt Buttergemüse auf dem Speiseplan stand (da gibt es bei uns traditionell Kartoffelgratin zu), war es dann soweit. Natürlich hatte mir meine Kollegin mehr die Vorgehensweise als die Zutatenliste erzählt, sodass ich mich einfach mal auf gut Glück an das Gratin gemacht habe. Wie schon gesagt: So schwer ist das Ganze ja nun nicht.

IMG_6147Man braucht:
ca. 1.000g Kartoffeln
400ml Sahne (ich habe natürlich wie immer Kondensmilch genommen)
200g geriebenen Emmentaler
ein Zweig Rosmarin
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Den Backofen auf 200° Umluft vorheizen. Kartoffeln schälen und in sehr feine Scheiben schneiden.

IMG_6139Die Sahne mit dem Rosmarin in einem großen Topf zum Kochen bringen. Die Kartoffelscheiben dazu geben, ordentlich mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und für ein paar Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen – dabei immer wieder umrühren, damit nichts am Boden anbrennt. Anschließend die Kartoffeln mitsamt der Soße in eine ofenfeste Auflaufform geben. Den Käse darüber verteilen und in den Ofen geben.

Wenn der Käse goldbraun ist und die Kartoffeln weich sind (dauert etwa 20 Minuten), das Kartoffelgratin aus dem Ofen holen, mit den restlichen Zutaten auf Tellern anrichten und schon heißt es: guten Appetit.

IMG_6144Das Gratin war wirklich sehr lecker. Dadurch, dass man die Kartoffeln und die Sahne schon kurz im Topf aufkochen lässt, entsteht eine gute Bindung zwischen beiden Komponenten – und die Kartoffeln brauchen auch ohen Vorkochen nicht ewig lang im Backofen. Das hatte mich wie oben schon erwähnt besonders am Nachkochen gereizt.

Michaela

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