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Klingt komisch, schmeckt aber gut: Risotto aus dem Ofen

Ich liebe Risotto. Das wird bei einem Blick auf meinen Blog ziemlich schnell deutlich, denn es gibt hier Rezepte für einige Risotto-Variationen: ob mit Spargel und Ziegenkäse, Kürbis oder mit Zucchini und Pilzen. Aber von einem Risotto aus dem Ofen hatte ich bisher noch nix gehört. Scheint auf den ersten Blick ja auch gar nicht zu passen, schließlich zeichnet ja gerade das ständige Rühren und Nachfüllen der Brühe ein Risotto aus.

Daher war ich ziemlich neugierig, als ich bei der lieben Emmi gesehen haben, dass die ein Ofenrisotto zubereitet hat. Und natürlich musste ich es ausprobieren. Ich hab das Rezept ein wenig abgewandelt, aber die Zubereitungsart habe ich mir abgeschaut. Das Ergebnis? Lecker. Richtig lecker. Und so ein Risotto aus dem Ofen ist sicherlich eine gute und schnelle Alternative zum traditionellen Risotto.

Ja, am Anfang braucht man auch den Herd, aber damit ist man relativ schnell durch und dann hat man Zeit, sich um andere Dinge zu kümmern. Beim Gemüse müsst Ihr Euch übrigens nicht an meine Vorgaben halten. Schaut einfach, wonach Euch ist bzw. was Ihr noch zu Hause habt. Wer unbedingt eine fleischige/fischige Beilage braucht, dem empfehle ich Garnelen, Lachs oder Hähnchenbrust. Aber mir hat das vegetarische Risotto vollkommen ausgereicht.

Man braucht:
500g Risottoreis
1,5l Gemüsebrühe
80g gehobelten Parmesan
etwa zehn Ofentomaten (ein Rezept findet Ihr hier: Ofentomaten – alternativ könnt Ihr auch getrocknete Tomaten nehmen)
zwei Schalotten
vier oder fünf Möhren
eine Paprika
zwei bis drei Handvoll Pilze
frische Kräuter (in meinem Fall einen Zweig Rosmarin und je eine Handvoll gehackte Petersilie und Basilikum)
einen Esslöffel Tomatenmark
eine Knoblauchzehe
Abrieb und Saft einer Zitrone
Olivenöl
Salz, Pfeffer

optional: Chili

Den Backofen auf 200° Umluft vorheizen. Schalotten und Knoblauch schälen; die Schalotte fein würfeln, den Knoblauch mit einem Messer andrücken. Möhren schälen und in feine Ringe schneiden. Paprika waschen, entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Pilze säubern und in Scheiben schneiden. Die Kräuter waschen, trocken schütteln und bis auf den Rosmarin hacken.

Etwas Öl in einem ofenfesten Topf (alternativ könnt Ihr das Risotto hinterher auch in eine große Auflaufform umfüllen) erwärmen. Rosmarin und Knoblauch dazu geben und einen Moment anbraten. Die Zwiebeln dazu geben und glasig dünsten. Tomatenmark in den Topf geben und sich mit den Zwiebeln verbinden lassen. Nun Ofentomaten, Paprika, Möhren und Pilze dazu geben und ein paar Minuten bei geschlossenem Deckel – gelegentlich umrühren – andünsten. Den Risottoreis in den Topf geben und einen Moment anschwitzen. Alles mit der Gemüsebrühe ablöschen, gut umrühren, den Deckel drauf geben und für etwa 30 Minuten in den Ofen schieben.

Nach der halben Stunde schaut Ihr, ob der Reis die für Euch richtige Konsistenz hat. Falls er noch zu hart ist, lasst ihn noch ein paar Minuten im Ofen. Den Knoblauch und Rosmarin rausfischen, dafür die anderen Kräuter und den Zitronenabrieb sowie den Parmesan zum Risotto geben. So lange umrühren, bis die cremige Konsistenz erreicht wurde. Mit den Gewürzen und dem Zitronensaft abschmecken, auf Tellern anrichten und schon heißt es guten Appetit.

Wer mag, kann oben drauf auch noch ein wenig Parmesan geben. Also uns hat es richtig gut geschmeckt. Zugegeben: Ein traditionell gekochtes Risotto mag noch etwas „schlotziger“ sein, aber dieses Risotto aus dem Ofen habe ich definitiv nicht zum letzten Mal gekocht.

Michaela

 

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