Panierter Blumenkohl

Neulich gab es beim Göttergatten und mir eine kleine Kommunikationspanne in der Küche. Für das Abendessen hatte ich bereits Kartoffeln für ein Püree geschält. Weil wir noch so viele Möhren übrig hatten, habe ich mich kurzerhand umentschlossen und es wurde ein Kartoffel-Möhren-Püree. Der Göttergatte war nun also mit dem eigentlichen Kochen beauftragt. Ich bat ihn also, sich um das Kartoffel-Möhren-Püree, die Schnitzel und den Blumenkohl zu kümmern. Als das Essen dann fertig war, suchte ich den Blumenkohl. Vergeblich. Der feine Herr war offensichtlich der Meinung gewesen, mit den Möhren im Püree gäbe es ausreichend Gemüse, sodass man also getrost auf den Blumenkohl verzichten könne. Das wäre ja an sich auch nicht so tragisch, wenn wir nicht auch schon die Zutaten für das Essen für die nächsten Tage eingekauft gehabt hätten. Da passte Blumenkohl leider nirgends rein. Wegschmeißen wollte ich ihn aber natürlich auch nicht.

Zum Glück erinnerte ich mich, dass ich irgendwo mal ein Rezept für panierten Blumenkohl gesehen hatte, also habe ich mich an diesen vegetarischen Snack gemacht. Die Zubereitung ist total einfach und bietet sich auch an, wenn man einfach mal Reste vom Blumenkohl übrig hat.

Man braucht:
einen Blumenkohl
70g Paniermehl (wer es besonders knusprig mag, kann auch Pankomehl verwenden – ich werde es beim nächsten Mal mit Cornflakes ausprobieren)
zwei Eier
drei Esslöffel Milch
ca. 70g Mehl
30g Parmesan
Salz, Pfeffer, Paprikapulver
50ml Olivenöl
frische Kräuter (in meinem Fall je eine Handvoll Petersilie und Basilikum)

Ausreichend Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. In der Zwischenzeit den Blumenkohl in feine Röschen schneiden – vorher vom Grün befreien und putzen. Die Blumenkohlröschen im kochenden Wasser für etwa zehn Minuten kochen, in ein Sieb schütten und mit kaltem Wasser abschrecken.

Den Ofen auf 220° Umluft vorheizen. Paniermehl, Parmesan, Gewürze und Kräuter in einem tiefen Teller mischen. Eier und Milch in einem zweiten tiefen Teller verquirlen. Mehl auf einen dritten tiefen Teller geben. Die Blumenkohlröschen erst im Mehl wenden, dann in die Ei-Mischung geben (gut abtropfen lassen!) und dann in der Paniermehl-Parmesan-Mischung wenden. Anschließend auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Es kann sein, dass Ihr noch ein wenig Mehl nachfüllen müsst.

Die Blumenkohlröschen gleichmäßig mit dem Olivenöl beträufeln und für zehn Minuten in den Ofen geben. Dann einmal wenden und weitere fünf bis zehn  Minuten im Ofen lassen (bis der Blumenkohl goldbraun ist). Herausholen, abkühlen lassen, servieren und dann heißt es auch gleich: guten Appetit.

Als Dip würde ich entweder Kräuterquark oder aber eine Salsa oder ein Chutney empfehlen – bei uns gab es aufgrund der Sponaität Süß-Saure-Soße; das hat auch sehr lecker geschmeckt. Der panierte Blumenkohl ist ein idealer Snack vor dem Fernseher – er macht sich aber auch gut auf einem Fingerfood-Büffet, weil man ihn durchaus auch kalt gut verspeisen kann (wobei ich ihn warm schon leckerer finde).

Lustigerweise kam der panierte Blumenkohl dann doch noch an einem Tag zum Einsatz, der eigentlich schon mit anderem Essen verplant war: Wir wollten nämlich mal in einer Heißluftfritteuse frittieren. Dass das genauso gut schmeckt wie mit Fett konnte ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Aber das tut es – die Pommes sind genauso knackig, als wenn in triefendem Fett frittiert worden wären.

Aber zurück zum Blumenkohl: Weil ich den einen Tag zuvor im Ofen gebacken hatte, haben wir ihn einfach noch mal einen Moment in die Fritteuse geworfen. Das Ergebnis: Er war warm und knusprig und schmeckte auch zu Pommes und Co sehr lecker.

Michaela

Quelle: Das Rezept habe ich bei Sarah im Knusperstübchen gefunden, aber ein wenig abgewandelt.