Pizza (nach Jamie Oliver)

Ich liebe Pizza! In allen möglichen Variationen. Die letzten Jahre habe ich da zumeist auf die Produkte aus der Tiefkühltruhe zurück gegriffen. Nein, nicht die fertige Pizzen sondern nur in Sachen Teig und Tomatensoße. Dabei hat meine Mutter den Teig immer selbst gemacht. Keine Ahnung, wieso ich da nicht einfach mal nach dem Rezept gefragt habe. Vermutlich weil mir ein selbst gemachter Pizzsteig zu aufwendig erschien. Vielleicht auch weil ich Sachen mit Hefe irgendwie negativ gegenüber stehe. Keine Ahnung wieso. Sicherlich auch weil ich die Fertigprodukte eigentlich ganz lecker finde.

Naja, aber man kann ja auch mal was Neues ausprobieren 😉 Zu Weihnachten habe ich ein Kochbuch von Jamie Oliver geschenkt bekommen. Ich wollte mir schon ewig mal ein Buch von ihm holen. Hab es aber aus nicht erklärbaren Gründen nie getan. Jetzt habe ich auf jeden Fall eines: „Jamies Wohlfühlküche“. Klar, dass das auch ein Rezept für Pizza drin ist. Und das habe ich ausprobiert. LECKER! Und sowohl der Teig als auch die Soße lassen sich schnell und einfach zubereiten.

img_7222Man braucht für den Teig:
ein Kilo Mehl
ein Paket Hefe (7g)
675ml lauwarmes Wasser
zwei Eslöffel Salz

Man braucht für die Tomatensoße (ich habe das Rezept etwas abgewandelt ;)):
zwei Dosen geschälte Tomaten
einen Bund Basilikum
zwei Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer
Kräuter nach Geschmack (in meinem Fall Oregano und Thmyian)
etwas Öl

Man braucht für den Belag:
was immer schmeckt
geriebenen Emmentaler oder Mozzarella

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Laut Mr. Oliver soll man aus dem Teig übrigens acht Pizzen herstellen können. Bei mir wurden es sechs, weil mir der Teig sonst doch zu dünn geworden wäre …

Mehl, Hefe und Salz in eine Schüssel geben. In die Mitte eine Mulde drücken, das Wasser dort rein kippen. Das Mehl von außen in das Wasser reinschütten und alles so lange kneten und vermengen, bis man einen gleichmäßigen Teig hat (ca. zehn bis 15 Minuten). Dann den Teig in eine geölte Schüssel geben, mit einem feuchten Tuch zudecken und an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen – bis der Teig sich etwa verdoppelt hat.

IMG_5578Den Knoblauch schälen und mit einem Messer andrücken. Basilikum waschen, trocken schütteln und hacken. In Öl ca. fünf Minuten andünsten. Die geschälten Tomaten sowie Basilikum dazu geben und alles bei mittlerer Hitze für ca. 15 Minuten vor sich hin köcheln lassen. Mit den Gewürzen abschmecken. Wer will, kann die Soße jetzt noch mixen, da ich es aber mag, wenn noch kleine Tomatenstücke da sind, habe ich die großen Tomaten lediglich mit einem Kartoffelstampfer zerdrückt.

Die Soße hält sich etwa zwei Tage im Kühlschrank. Entweder man friert den Rest ein oder isst sie zu Nudeln 🙂 Auf plattgemachten Laugenstangen schmeckt die Soße übrigens auch sehr gut.

img_7218Den Teig noch einmal durchkneten und dann in sechs gleich größe Stücke aufteilen und Kugeln formen. Diese auf eine mit Mehl bestäubten Fläche legen und noch einmal 30 Minuten zugeddeckt ruhen lassen. Laut Jamie Oliver kann man den Teig dann einfrieren*.

Den Ofen auf 200° Umluft vorheizen. Für die Zubereitung habe ich die Kugeln jeweils auf einer mit Mehl bedeckten Fläche mit der Küchenrolle sehr dünn  ausgerollt und auf Pizzableche gegeben. Dann kam die Soße drauf. Für den Belag empfiehlt Jamie Oliver lediglich Mozzarella und nach dem Ofen Basilikumblätter. Sehr lecker.

img_7217Allerdings ist dem persönlichen Geschmack hier natürlich keine Grenze gesetzt. Einfach den gewünschten Belag nehmen und daruf geriebenen Emmentaler oder Mozzarella geben. Die Pizzen brauchen etwa 20 Minuten.

Guten Appetit!

Neulich habe ich auch mal gefüllte Pizzabrötchen und Ofen-Bruschetta gemacht. Die Brötchen könnt Ihr natürlich füllen, wie Ihr wollt. Für die Ofen-Bruschetta habe ich einfach ein wenig Teig zu einer Kugel gerollt und diese latt gedrückt. Oben drauf kammen klein geschitteten Kirschtomaten und Zwiebeln und bei einigen auch noch geriebener Mozzarella. Die Brötchen und Bruschetta brauchen etwa 15 bis 20 Minuten im Ofen. Kann ich nur empfehlen (schmecken auch noch am nächsten Tag kalt :)).

Michaela

*Habe ich ausprobiert: Ich habe die Pizzen bereits fertig belegt und auf Pizzatellern, abgedeckt mit Frischhalte- und Alufolie, in den Gefrierchrank gestellt. Im Idealfall holt Ihr die Pizzen morgens aus dem Eisschrank, stellt sie zum Auftauen in den Kühlschrank und könnt sie abends ganz normal backen. Wenn es schnell gehen muss, können sie aber natürlich auch direkt aus dem Gefrierschrank in den Ofen geschoben werden (hier brauchen sie dann aber etwas länger als „frische“) – allerdings geht der Teig dann nicht richtig auf.

Den Teig alleine würde ich nicht einfrieren, weil der dann total klebt und sich nur schwierig weiterverarbeiten lässt. Habe ich gerne für Euch getestet 😉
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