essen + trinken Ich. Einfach unverbesserlich

Resteverwertung deluxe: schnelles Wurstgulasch

Irgendwie hatte ich mir den Herbst anders vorgestellt; goldener. Klar, das kann auch noch kommen, aber so recht will ich nicht mehr dran glauben. Wenn ich mich daran zurück erinnere, wie warm es an meiner Hochzeit war (an einem 1. Oktober!). Im Moment würde es mir ja schon reichen, wenn es nicht permanent grau und verregnet wäre.

Aber da das Wetter nun einmal so ist, wie es ist, gehe ich stark davon aus, dass wir so schnell nicht wieder den Grill anwerfen werden. Nicht, dass der Göttergatte nicht auch mal im Winter grillen würde. Aber derzeit sehe ich das einfach nicht. Dumm nur, dass wir gefühlt noch 500 Bratwürstchen eingefroren haben. Alle für’s Töchterchen, wenn wir grillen. Weil sie die so gerne isst. Und da ich ohnehin momentan gerne mal den Gefrierschrank ein wenig leer bekommen würde, musste ein Gericht her, wo ich eben diese Bratwürstchen verarbeiten kann. Herausgekommen ist ein Wurstgulasch. Schnell gemacht und lecker.

Und weil man beim Gemüse variieren kann, wie es einem gefällt, handelt es sich einmal mehr um: Resteverwertung deluxe.

Man braucht:
fünf oder sechs Bratwürstchen
drei Paprikaschoten
zwei Zwiebeln
einen Bund Lauch
vier bis fünf Tomaten (alternativ geht auch eine Dose Tomaten)
400g Kartoffeln
500ml Gemüsebrühe
einen Esslöffel Tomatenmark
frische Kräuter (in meinem Fall je einen Zweig Rosmarin und Thymian und eine Handvoll gehackte Petersilie)
ein Lorbeerblatt
Abrieb und Saft einer Zitrone
Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Majoran und Kümmel
Olivenöl

optional:
eine Chilischote
einen bis zwei Löffel Creme fraiche oder Schmand oder Kräuterquark

Die Würstchen in gleich große Scheiben schneiden. Die Kartoffeln schälen und gleichmäßig würfeln. Die Paprika waschen, entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden. Den Lauch ebenfalls gründlich waschen und in Ringe schneiden. Zwiebeln und fein würfeln. Die Kräuter waschen, trocken schütteln und die Petersilie hacken.

Rosmarin und Thymian in etwas Olivenöl kurz erhitzen. Die Bratwurst-Scheiben in den Topf geben und bei mittlerer Hitze von beiden Seiten knusprig braten. Dann herausnehmen und zur Seite stellen.

Zwiebeln und Paprika im Bratfett so lange dünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Dann den Lauch und das Tomatenmark dazu geben und gut mit dem übrigen Gemüse vermischen. Tomaten in den Topf geben und bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel ein paar Minuten vor sich hin köcheln lassen. Kartoffeln sowie das Lorbeerblatt dazu geben und schon einmal kräftig würzen. Alles mit Brühe ablöschen und bei geschlossenem Deckel etwa 20 Minuten vor sich hin köcheln lassen (gelegentlich umrühren). Wie lange die Kartoffeln am Ende brauchen, hängt natürlich von der Größe der Würfel ab.

Wenn die Kartoffeln gar sind, Lorbeerblatt, Thymian und Rosmarin rausfischen. Petersilie und Würstchen dazu geben und alles final mit den Gewürzen und dem Zitronensaft und -abrieb abschmecken. Auf Tellern anrichten und je nach Wunsch noch einen Klecks Kräuterquark, Schmand oder Creme fraiche oben drauf geben. Guten Appetit!

Uns hat es wirklich gut geschmeckt und deswegen bin ich sicher, dass dieses Wurstgulasch häufiger bei uns auf den Tisch kommt – und nicht nur als Resteverwertung. Aber wie oben bereits angesprochen kann man beim Gemüse durchaus variieren. Statt/zusätzlich zum Lauch kann ich mir gut Pilze, Zucchini oder auch Frühlingszwiebeln vorstellen. Tomaten und Paprika würde ich aber auf jeden Fall mit in’s Gulasch geben.

Michaela

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