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Vegetarische Bolognese-Soße

Ich esse durchaus gerne Fleisch, brauche es aber nicht jeden Tag. Beim Göttergatten sieht es leider anders aus – deswegen gibt es bei uns häufig Diskussionen. Ich versuche nämlich tatsächlich unseren Fleischkonsum ein wenig zu reduzieren. Natürlich darf es weiterhin Fleisch bei uns geben, aber gerne auch mal Fisch oder eine komplette vegetarische Alternative. Meistens beugt sich der Mann (was soll er hungrig auch anderes machen), aber oft genug wird gemeckert. Muss er durch. Und ich auch 😉

Wie auch immer. Man muss das Rad ja nicht neu erfinden. Es gibt genügend Gerichte, die es bei uns öfter auf den Tisch schaffen, die man auch ohne Fleisch kochen könnte. Spontan fällt mir da ein Rezept aus jüngster Vergangenheit ein: Die Kohlrabi-Lasagne würde nämlich auch super mit einer vegetarischen Soße schmecken.

Dass man Blumenkohl ja gerne mal als Reisersatz nimmt, um Kohlenhydrate zu sparen, ist ja nichts Neues. Als ich neulich aber irgendwo las, dass man aus Blumenkohl auch eine Nudelsoße zaubern könnte, war ich zunächst skeptisch. Als ich aber so drüber nachdachte, ließ die Skepsis nach. Auch wenn diese Nudelsoße in eine andere Richtung ging, so konnte ich mir durchaus vorstellen, dass man eine Art „vegetarische Bolognese“ mit der Hilfe von Blumenkohl kochen könnte. Also habe ich es einfach mal ausprobiert.

Und ich muss sagen, dass es mir richtig gut geschmeckt hat. Dem Töchterchen auch. Und ja, auch dem Göttergatten, auch wenn der natürlich lieber eine klassische Bolognese gehabt hätte. Die vegetarische Alternative ist übrigens leicht und einfach zuzubereiten und eine tolle Möglichkeit, um weitere Gemüsereste zu verarbeiten. Ich packe in meine Bolognese-Soße nämlich immer alles mögliche rein, was sonst ggf. weggeschmissen werden müsste.

Man braucht:
500g Nudeln
einen großen Blumenkohlkopf
eine Packung passierte Tomaten
eine Dose geschälte Tomaten
zwei Paprikaschoten
frische Kräuter (in meinem Fall ein Zweig Rosmarin und je eine Handvoll gehackte Petersilie und Basilikum)
Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Muskat
eine Zwiebel
eine Priese Zucker
Knoblauch
Öl

optional: Parmesan

Den Blumenkohl vom Strunk und den Blättern befreien und entweder mit auf einer großen Reibe fein reiben oder hierfür eine Küchenmaschine nutzen. Die Paprika vom Kerngehäuse befreien und in mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen. Die Zwiebel fein würfeln und den Knoblauch mit einem Messer andrücken. Die Kräuter waschen, trocken schütteln und bis auf den Rosmarin hacken.

Die Nudeln nach Packungsanleitung zubereiten – wie gewohnt habe ich natürlich statt Salz selbst gemachte Instant-Gemüsebrühe in das Wasser gegeben. Öl in einer hohen Pfanne erhitzen und Knoblauch und Rosmarin kurz anbraten. Die Zwiebeln dazu geben und glasig dünsten. Dann den geriebenen Blumenkohl dazu geben und ein paar Minuten unter gelegentlichen Rühren mitbraten. Schon einmal kräftig würzen und dann die Paprika dazu geben. Nach ein paar Minuten die passierten und geschnittenen Tomaten mit der Priese Zucker dazu geben und alles für etwa zehn Minuten bei mittlerer Hitze vor sich hin köcheln lassen. Rosmarin und Knoblauch entfernen, die gehackten Kräuter dazu geben und final abschmecken. Die Nudeln abschütten, mit der Soße auf Tellern anrichten und dann heißt es direkt guten Appetit. Wer mag, gibt oben drüber noch ein wenig Parmesan.

Michaela

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