Winter Wonderland in Kiel

Am Wochenende waren der Göttergatte und ich mal wieder in Kiel. Ich mag Kiel, eine wirklich schöne Stadt. Generell mag ich ja den Norden. Allerdings war ich noch nie an der Küste, wenn es geschneit hatte. Und was soll ich sagen? Insbesondere der Strand glich einem Winter Wonderland. Dementsprechend kalt war es auch. Aber auch unheimlich schön. Das Meer hat ja ohnehin immer eine sehr beruhigende Wirkung auf mich – aber so voller Schnell und Eis ist seine Wirkung gleich noch beruhigender. Einfach magisch.

Im Grunde haben wir das Auswärtsspiel des MSV Duisburgs mit einem Wochenend-Besuch in Kiel kombiniert. Zum Spiel will ich nicht viel sagen, nur: Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so gefroren im Stadion. Und ich habe schon oft beim Fußball gefroren (insbesondere im alten Wedau-Stadion). Aber so was habe ich noch nicht erlebt. Es war einfach nur kalt.

Abends haben wir uns dann mit einem sehr leckeren Essen in der Pizzeria Italia aufgewärmt. Ich hatte als Vorspeise eine Cremesuppe mit Shrimps, als Hauptgang Schweinemedaillons in Gorgonzolasoße (und im Austausch meines Hauptgerichts ein Stückchen Pizza vom Göttergatten) und als Dessert musste ich leider auch noch ein Tiramisu bestellen. Alles war wirklich sehr lecker. Im Sommer kann man übrigens auch draußen sitzen, mit Blick auf das Meer.

Übernachtet haben wir in einem wirklich süßen kleinen Hotel: Gode-Wind. Das Familienunternehmen kann ich wirklich nur empfehlen. Die Zimmer sind hübsch eingerichtet und sehr sauber. Man läuft nur zwei Minuten bis zum Stand. Und das Frühstück war wirklich toll. Der Frühstücksraum hat mich ein wenig an ein Puppenhaus erinnert. Wirklich süß mit Liebe zum Detail. Beim Büffet selbst ist man vielleicht im ersten Moment irritiert: Zwar findet man hier Brötchen und Brot, Butter, Müsli und Co, Joghurt, Saft, Obst und Rohkost (auf den Tischen standen bereits Nutella, Marmelade und Honig bereit), aber keinen Käse oder Wurst. Die Erklärung hierfür ist einfach: Jeder Tisch bekommt eine eigene Aufschnittplatte gebracht. Weil es sich wie gesagt um ein kleines Hotel handelt und die Gäste zu unterschiedlichen Zeiten frühstücken, läuft man nicht Gefahr als Spätaufsteher nur noch angeranzte Wurst zu bekommen. Finde ich toll und ist mir so definitiv lieber. Zudem der Service total aufmerksam war.

Wir hatten Glück, dass in der Kieler Innenstadt verkaufsoffener Sonntag samt Mittelaltermarkt war – da konnten wir vor der Rückfahrt noch ein wenig flanieren. Alles in allem war es in Kiel wieder sehr schön, wenn auch sehr, sehr, sehr kalt.

Michaela